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Mystic Paws Tonkanesen

& Tibeter

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Farbgenetik Tonkanesen/ Tibter

Tonkanesen sind eine eigenständige Rasse

Obwohl die Rasse schon sehr alt ist, werden noch heute in der Tonkanesenzucht in vielen Ländern Tonkanesen der ersten Generation gezogen. Dabei findet eine Verpaarung der Ursprungsrassen Siam und Burma statt (auch Rückverpaarungen von Tonkanesen mit Siam- oder Burmakatzen sind noch erlaubt). So tauchen häufig Siam- und Burmakatzen in Tonkanesen-Stammbäumen auf. Grund für die Verpaarung der Ursprungsrassen ist zumeist, den noch relativ kleinen Genpool zu erweitern.

Außerdem gibt eine Verpaarung der Ursprungsrassen die 100%ige Sicherheit, dass ausschließlich die für Tonkanesen typische mink-Zeichnung fällt (F1 Tonkanesen sind immer mink), die genau zwischen der Burmazeichnung “sepia” und der Siammaske “point” liegt. Bei Verpaarungen von zwei mink-farbenen Tonkanesen können dann auch immer sepia- und point-farbene Tonkanesen fallen. Und hier liegt der Hund begraben: Pointfarbene Tonkanesen sind keinesfalls (schlechte) Siamkatzen und sepiafarbene keine Burmakatzen, wie leider noch immer manchmal behauptet wird. Eine Katzenrasse definiert sich schließlich durch mehr als durch eine Fellfarbe. Eine Perser Colourpoint, British Colourpoint oder Heilige Birma sind schließlich auch keine Siamkatzen aufgrund ihrer Fellfarbe (auch wenn sich zugegeben Siam/ Thai und Tonkanese zusätzlich noch in der Statur stärker ähneln).

Bei folgendem Genetik-Exkurs zur Albinoserie gehen wir zur Vereinfachung von der Farbe schwarz aus:

C/C = Vollfarbe

Für unser Schwarzbeispiel würde das bedeuten: eine gleichmäßig voll pigmentierte pechschwarze Katze wie man sie bei vielen Katzenrassen findet.

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Die Albinoserie: schwarz wird brown

cb/cb = Burmafarbe (sepia)

Eine Burma, die genetisch ebenso das Gen für die Farbe schwarz trägt, ist dunkelbraun und wird brown genannt. Die Farbe wird in ihrer Intensität reduziert, manchmal ist eine leichte Maske erkennbar. Die Augenfarbe der Burma ist gelb bis gold-gelb.

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cs/cs = Siamfärbung (point)

Bei der Siam tritt die Fellfärbung nur an den kühleren Extremitäten (Ohren, Gesicht, Beinen, Schwanz ) auf. Der Rest des Körper ist weiß (dunkelt aber mit zunehmendem Alter nach). Eine genetisch schwarze Siamkatze nennt man seal point. Die Augenfarbe der Siam ist hellblau bis vorzugsweise stahlblau.

cs/cb = Tonkanesenfärbung (mink)

Verpaart man brown sepia Burma (cb/cb) x seal point Siam (cs/cs), so entstehen natural mink bzw. brown mink Tonkanesen (cb/cs) der ersten Generation (F1) mit einem bräunlichen Fellkleid (heller als die Burma) und dunklerer Maske. Die Allele cs und cb verhalten sich codominant, keines ist stärker als das andere. In der Farbausprägung liegt ein Tonkanese in mink genau zwischen der Burma in sepia und der Siam in point. Die Augenfarbe der Tonkanesen liegt zwischen grün und blau, vorzugsweise aquamarin.

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F1

Übrigens:

Das Allel C für Vollfärbung ist dominant gegenüber den Allelen der Albinoserie cb und cs. Eine genetische C/cs oder C/cb Katze wäre nach unserem Schwarzbeispiel optisch immer vollgefärbt schwarz. Eine Verpaarung von Tonkanesen mit anderen als Tonkanesen, Siam- oder Burmakatzen ist allerdings auch nicht zulässig.

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Die Vererbung Albinoserie, hier am Beispiel der Farbe schwarz beschrieben, ist analog auf die Farben blau, chocolate, lilac, rot, creme, cinnamon & fawn übertragbar.

Fellfarben der Tonkanesen (noch im Aufbau)

Die besondere Farbvererbung der Tonkanesen bringt es nun auch mit sich, dass sich bei der Verpaarung zweier Tonkanesen der ersten Generation (F1) in mink die Farbgene wieder aufspalten. D.h. die Kitten der zweiten Generation (F2) können nicht nur minkfarben, sondern auch siam- und burmafarben sein. Siamfarbene Kitten (Farbschlag point) aus einer Tonkaneseverpaarung sind dabei aber keineswegs Siamkatzen und burmafarbene Kitten (Farbschlag sepia) keineswegs Burmakatzen. Eine Katzenrasse macht schließlich mehr aus als nur ihre Fellfarbe. Mink-, point- und sepia-farbene Tonkanesen sind alle drei gleichwertige Tonkanesen.

Wie sich die Tabbyzeichnung vererbt und was passiert, wenn die Farbe rot auf Non-Agouti trifft, lesen Sie hier:

Genetik von Rot & Tabby


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